Osteopathie – eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin

Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit.

Hierbei werden die verschiedenen strukturellen Systeme des Körpers, wie u.a. Herz-Kreislauf-System, Lymphsystem, Nervensystem, Organsystem in Beziehung gesetzt und in die Behandlung integriert.

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BAO-Siegel

Ein paar Wochenendkurse reichen nicht aus, um das BAO-Siegel zu erhalten. In Deutschland gibt es Fälle, in denen Heilpraktiker ohne spezifische Ausbildung in Osteopathie praktizieren dürfen, solange sie die Heilkundezulassung besitzen.

Dies kann für Patienten verwirrend sein, da sie nicht erkennen können, wer qualifizierte Osteopathie anbietet und wer nicht. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die BAO strenge Anforderungen für das Siegel festgelegt. Diese umfassen eine fünfjährige Ausbildung an einer von der BAO zertifizierten Schule mit hohen Standards, einschließlich aller erforderlichen Prüfungen.

Zusätzlich muss eine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Osteopathie verfasst und regelmäßige Fortbildungen absolviert werden, um die vorgegebenen Fortbildungspunkte zu erreichen. Daher sind wir stolz, dieses Qualitätssiegel auf unserer Website präsentieren zu dürfen!

Wie wirkt Osteopathie?

Osteopathie baut auf den körpereigenen Selbstheilungs- und Selbstregulationskräften auf. Krankheiten und Störungen entstehen oftmals dadurch, dass der Körper die Fähigkeit zur Selbstregulierung verliert. An diesem Punkt setzt die Osteopathie an und mobilisiert die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren ausreichende Bewegungsfreiheit. Ziel osteopathischer Behandlungen ist es, Blockaden und Gewebespannung zu lösen und somit die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Osteopathen forschen dabei immer nach den Ursachen von Beschwerden und beschränken sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome. Es werden also keine Krankheiten im eigentlichen Sinne behandelt, sondern deren Auslöser, wie beispielsweise Bewegungsstörungen.

Vorgehensweise in der Osteopathie

Nach ausführlicher Anamnese (Befragung) erfolgen Diagnose und Therapie mit den Händen. Der Osteopath, die Osteopathin kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht erspüren (palpieren). So spürt er Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf.

Das Palpieren ist die Grundlage der osteopathischen Diagnostik und Behandlung. Dabei ist es Voraussetzung, dass der Osteopath/die Osteopathin möglichst wertfrei und ohne Intention den Patienten in seinem Sein und seinem Körper, das Gewebe wahrnimmt. So ist es nicht nur möglich, die Beschaffenheit, die Temperatur, die Spannung, die Beweglichkeit der Haut zu erkennen, sondern auch das darunter liegende Gewebe, die Muskeln, Bänder, Faszien, Knochen und inneren Organen zu erkunden und sich dabei vom Ausdruck des Gesamten leiten zu lassen.

Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome, sondern sieht immer den Menschen als Ganzes und sucht dabei in der Krankheit die Gesundheit zu finden und zu fördern.

Osteopathen nehmen sich durchschnittlich bis zu einer Stunde Zeit für eine Behandlung. Der genaue Verlauf der Behandlung hängt jedoch vom Einzelfall ab. Es ist dabei nicht ungewöhnlich, dass die Reaktion auf eine osteopathische Behandlung erst einige Zeit später einsetzt. Um bei bestimmten Krankheitsbildern Erfolge erzielen zu können, ist mit mehreren Behandlungen zu rechnen.

Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen

Seit Inkrafttreten des Versorgungsstrukturgesetzes Anfang 2012 erstatten mittlerweile über 100 gesetzliche Krankenkassen anteilig die Kosten für Osteopathiebehandlungen. Zu welchen Bedingungen finden Sie auf folgender Krankenkassenliste.

Wenden Sie sich direkt an Ihre Krankenkasse und informieren sich über deren Vertragsbedingungen.